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Totenehrung 2015

Am Sonntag, dem 22.11.2015 versammelten sich Mitglieder des TV Germania zum Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder auf dem Waldfriedhof St. Ilgen. Der Vorstand hatte dazu aufgerufen und viele Ehrenmitglieder, Turnräte und Mitglieder waren gekommen um den Worten unserer 1. Vorsitzenden Britta Kettenmann zu folgen:

Wir stehen hier, um den Toten Ehre zu erweisen, und einige von uns haben vielleicht einen Freund oder Angehörigen in diesem vergangenen Jahr verloren. Sein Tod war nicht abzusehen oder wir waren gut darauf vorbereitet, der Verlust bleibt der Gleiche. Schmerz, Trauer, Gedanken und Erinnerungen an ihn.

Die Welt überflutet uns und unsere Kinder mit einer Fülle von Informationen, Bildern, neuen Erfindungen. Die Geschwindigkeit ist so rasend, dass wir manchmal nicht zum (durch)atmen kommen. Immerzu müssen wir Nachrichten auf dem Handy lesen, beantworten oder wir wollen auch freiwillig am Puls der Zeit sein, um nichts zu verpassen. Aber was verpassen wir wirklich in all den Stunden? Wie viel Zeit stehlen uns die sogenannten sozialen Netzwerke? Facebook, Instagram, Twitter – wie sie alle heißen. Oder einfach am Computer, wobei er wichtig, arbeitserleichternd und praktisch ist. Aber die Zeit rast, wenn man am Computer sitzt – und wieder gehen da Minuten und Stunden einfach an uns vorüber - ohne, das zu sehen, was direkt um uns geschieht. 

Ist es nicht erschreckend, das Menschen sterben und keiner bekommt etwas mit, weil immer mehr die Anonymität einzieht? Sich keiner mehr um den anderen kümmert oder sorgt? Wie viele einsame Menschen gibt es auf der Welt? Auch um uns herum. Wir im Verein möchten in unseren Sportgruppen auch vermitteln, dass das Leben lebenswert ist. Wir sprechen über den Alltag, lachen zusammen, diskutieren und machen natürlich auch unsere Späße. Wichtig ist für die Menschen einen Anlaufpunkt zu haben, etwas auf das sie sich freuen können. Aber wir können noch mehr tun, einfach auf der Straße die Menschen grüßen, die an uns vorbei gehen. Ein erstaunter Blick, ein Lächeln und ein Gegengruß – mit wenig Aufwand einen Menschen ein klein wenig glücklich gemacht.

Schließen wir die Augen und schauen nach innen. Wie wäre es blind zu sein? Nicht all das Bunte und Graue und Vielfältige um uns zu sehen ? Wir sind immer aufeinander angewiesen, um Hilfe zu erbitten und zu bekommen. Das genaue und gute Hören wäre lebensnotwendig. Nicht nur Straßengeräusche, damit uns nichts passiert, sondern zuhören, hinhören, sich achtsam konzentrieren. Auch achtsam sein für alle, mit denen wir zu tun haben und natürlich mit uns selbst.

Wir gedenken in aller Stille unseren lieben Verstorbenen, ebenso denen die ihre Heimat verlassen müssen, weil dort Krieg herrscht und die auf der Flucht oder im Krieg oder durch Terror zu Tode gekommen sind.

Text: BK
Fotos: DK

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